UWG Cappeln fordert Absicherung der Sevelter Kreuzung

Vor dem Hintergrund des jüngsten Unfalls auf der Sevelter Kreuzung spricht sich auch die UWG Cappeln verstärkt für eine rasche Lösungsfindung zur Absicherung der Kreuzung aus. Mit einem Plakat wollen die Unabhängigen für Aufmerksamkeit zu diesem Thema sorgen und Diskussionen provozieren. So traf man sich am Samstag mit einigen Mitgliedern der UWG und weiteren Gemeinderatsmitgliedern an der Kreuzung in Sevelten, um gemeinsam Initiative zu ergreifen.

Vergangenen Montag habe man auf einer Fraktionssitzung beschlossen, Kontakt zur Polizei Cloppenburg aufzunehmen um genauere Daten zu der Kreuzung zu erfahren. Schnell bekam die UWG eine Antwort. Daraus ging hervor, dass es seit 2013 bereits sieben Unfälle mit vier Leichtverletzen, zwei Schwerverletzten und einem Todesopfer gegeben hat. Bei den Unfällen entstand Sachschaden in Höhe von insgesamt 54.000 Euro. Allerdings ist dies eine von den jeweiligen Polizeibeamten geschätzte Summe und keine Erhebung anhand von Gutachten.

 

Diese traurige Statistik lässt hellhörig werden und sollte zu Handlungen bewegen. Anders sehen dies aber Richtlinien der Unfallkommission vor. Nach Informationen der Polizei handelt es sich bei der Kreuzung der beiden Landkreis-Straßen nicht um eine sogenannte Unfallhäufungsstelle. Wird jedoch bei einem weiteren Unfall in diesem oder den folgenden zwei Jahren eine weitere Person verletzt, handelt es sich um eine solche.

 

Statistiken und Richtlinien hin oder her. Wer sich das wachsende Verkehrsaufkommen an der Kreuzung anschaut, wird nachdenklich. Daniel Willenborg, Vorstandsmitglied der UWG Cappeln: „Das sind rein nackte Zahlen und werden nicht in Relation zum wachsenden Verkehrsaufkommen in Sevelten gesetzt. Auch das Neubaugebiet lässt die Verkehrsteilnehmerzahl enorm ansteigen. Wir können nicht verstehen, dass dies nicht berücksichtigt wird und erst noch wieder ein Mensch zu Schaden kommen muss bevor der Landkreis hier tätig wird“.

 

Die UWG Cappeln fordert den Landkreis Cloppenburg daher auf, schnelle Maßnahmen zu ergreifen und spricht sich bis zu einer endgültigen Lösungsfindung für eine temporäre Absicherung aus. Christian Fredeweß, Fraktionsvorsitzender der UWG wird genauer: „Hier muss nicht in zwei Jahren etwas passieren, sondern jetzt! Die Entscheidung für eine Ampelanlage oder eines Kreisels nimmt viel Zeit in Anspruch. Zeit, in der wieder ein Unfall passieren kann.“ Fredeweß machte auch deutlich, dass dies auch ein Schulweg für viele Sevelter Schüler ist.

 

Im Internet sammelt die UWG nun Unterschriften um diese dem Landkreis vorzulegen. Zu erreichen ist die Online-Petition unter http://bit.ly/1K2WJr9.

v.l.  Sylvia Willenborg (UWG), Daniel Willenborg (UWG), Norbert Michel (UWG), Uwe Ovelgönne (SPD), Peter Willenborg (UWG) und Christian Fredeweß (UWG)

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