UWG Mitglieder besuchen den Ecopark

Einen informativen Abend erlebte die UWG Cappeln im Energiezentrum der EWE im Ecopark. Uwe Haring, seit 2011 Geschäftsführer des Zweckverbandes der Gemeinden Cappeln und Emstek, der Stadt Cloppenburg und dem Landkreis Cloppenburg, stellte den Wirtschaftsstandort den Gästen aus der Gemeinde Cappeln vor. Verschiedene Themen aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des seit den 90er Jahren laufenden Projektes wurden an diesem Abend angeschnitten und diskutiert.

Haring stand den Besucherinnen und Besuchern Rede und Antwort, scheute nicht vor Transparenz, blickte zuversichtlich nach vorn und betonte mehrmals, dass es der Park der Bürgerinnen und Bürger der beteiligten Kommunen sei. Jeder habe ein Recht darauf zu erfahren, was im Ecopark passiert und wie Steuergelder eingesetzt werden. Der Ecopark ist heute mit 23 Betrieben und 750 Mitarbeitern aus den unterschiedlichsten Branchen besiedelt. Dies betrifft den ersten Bauabschnitt mit einer Fläche von 200 Hektar, wovon 40 Hektar bereits verkauft und besiedelt sind. Weitere 40 Hektar sind schon Eigentum des Zweckverbandes, wurden allerdings noch nicht veräußert. In Richtung Westen werden für eine Erweiterung des Ecoparkes weitere 100 Hektar Bebauungsfläche in Aussicht gestellt. „Fünf bis sechs Unternehmen werden wir in diesem Jahr noch hinzugewinnen können“, so der gebürtige Rheinländer. Welche dies sein werden hat er allerdings noch nicht verraten. Er sprach aber von einer 25.000 m² großen Lagerhalle eines bekannten Unternehmens aus der Logistikbranche. Die Verhandlungen mit dem Unternehmen befinden sich bereits in der Endphase. Haring bat noch um etwas Geduld und versprach nach Abschluss der Verhandlungen weitere Informationen. Langfristiges Ziel sei es, bis zum Jahr 2045 rund 6.000 bis 7.000 Arbeitsplätze im Ecopark zu schaffen: „Wir liegen in der jetzigen Situation seit Beginn der Planungen voll im Zeitplan und erhoffen uns durch ein ausgereiftes Vertriebs- und Marketingkonzept ein lang anhaltendes Interesse und ein stetiges Wachstum unseres Standortes.“ Momentan schiebt der Ecopark einen Schuldenberg in Höhe von 16 Millionen Euro vor sich her. Der größte Kostenfaktor wird mit der Schaffung der Infrastruktur sowie durch den Flächenerwerb beziffert.

 

Um den Standort auch über die Grenzen des Landkreises hinaus zu vermarkten, stehen dem Ecopark jährlich 160.000,- Euro Marketingbudget zur Verfügung. Mit dem Einsatz des Geldes verfolge man im Grunde zwei Zielgruppen. Zum einen wolle man regionale Interessenten im Umkreis von 80 bis 100 km ansprechen und darüber hinaus versuchen, potentielle Unternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zu gewinnen. Dabei wirft man auch stets ein Auge auf junge Startup Unternehmen mit innovativen Angeboten und Dienstleistungen. Auftritte auf Fachmessen und ein ständig wachsendes Netzwerk, sowohl im Internet als auch auf persönlicher Ebene in Person von Geschäftsführer Uwe Haring, sollen dafür sorgen, dass man über den Ecopark spricht und er die Antwort auf eine Standortfrage nahe der Autobahn 1 ist. Abstand nimmt man bewusst von Schlachtereien und ähnlichen Betrieben der Fleischbranche. Die bestehende Kanalisation sei nicht für Betriebe aus dieser Branche vorgesehen. Von Unternehmen mit Betriebsleiterwohnungen, wie es in Gewerbegebieten häufiger der Fall ist, distanziert man sich ebenfalls. Dadurch will man mögliche Auseinandersetzungen in Betracht auf Lärmbelästigung durch längere Arbeitszeiten aus dem Weg gehen. Dies, so zeige die Erfahrung aus anderen Gewerbegebieten, sei nicht selten der Fall.

 

Am Anschluss des Vortrages und der Diskussionsrunde besichtigte man noch das Energiezentrum der EWE. Den interessierten Mitgliedern der UWG wurden die vielen unterschiedlichen Wohnräume vom Haus der Zukunft vorgestellt sowie neue und effizienteres Heizen näher gepracht. Teilweise kann man die dort vorgestellte Technik bereits in einigen Haushalten vorfinden. Im Zentrum Zukunft der EWE werden innovative Ansätze aus Forschung und Entwicklung auf ihre breite Anwendbarkeit vorgestellt.  

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